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Pulsmessung für die Homepage

Webtracking ist ein wichtiges Werkzeug, um die Wirksamkeit einer Firmen-Homepage zu messen und zu bewerten. Häufig genutzte Metriken aus der Vielzahl möglicher Analysefunktionen sind „Anzahl Besuche", „Anzahl wiederkehrende Besuche", „Anzahl Aktionen". Diese erschließen sich dem Analysten unmittelbar und geben einen schnellen Einblick über einen historischen Verlauf und einen potentiellen Trend. Verbindet man diese Zahlen mit stattgefundenen Maßnahmen wie Newsletter oder Social Media Posts und mit Folge-Aktivitäten der Besucher, kann allein durch den Verlauf der Zugriffszahlen ein erster Eindruck der Effektivität der Internetpräsenz gewonnen werden.

Doch neben dem ersten, schnellen Eindruck lohnt sich auch ein zweiter Blick. Gerne würde man ja sehen, dass die Besucher der eigenen Homepage diese nicht nur kurz aufrufen, sondern die präsentierten Inhalte zu längerem Verweilen und Stöbern animieren. Das ist verbunden mit der berechtigten Hoffnung, dass sich daraus eine Kundenbindung oder auch der Kauf von Dienstleistungen und Produkten ergibt - die sogenannte conversion ratio soll steigen. Je länger der Besucher sich mit den Informationen zum Unternehmen und seinen Produkten und Leistungen beschäftigt, desto stärker bleibt dieses ja in Erinnerung. Zur Bewertung dieses Aspekts dient die Metrik der „Besuchslänge" (auch „Verweildauer" bezeichnet). Sie zeigt in einem Zeitraster von Besuchslängen die jeweilige Anzahl an Besuchern, wobei das Zeitraster sich an üblichen, aus Untersuchungen abgeleiteten typischen Zeitintervallen orientiert. In der Regel ist der Besucher-Wert in der ersten Zeiteinteilung 0 bis 10s am größten. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Recht wahrscheinlich kommen die meisten Besucher z.B. durch Hinweise in Email oder Verweise von anderen Webseiten oder Suchergebnissen tatsächlich nur auf eine Seite, die sie nach kurzer Zeit wieder verlassen. Eigentlich ein offensichtliches Zeichen für Optimierungspotenzial, um den Besucher länger auf der Webseite zu halten und zum längeren Verweilen zu animieren. Doch diese Darstellung des ausgeprägten Peaks im ersten Zeitintervall kann auch einen anderen Grund haben, der in der Art und Weise der Funktion des Webtrackings zu suchen ist: Normalerweise wird ein Besuch unmittelbar nach dem Laden einer Seite erfasst. Solange der Besucher keine weiteren Seiten aufruft, sondern vielleicht einfach nur den umfangreicheren Inhalt der Hauptseite liest, wie dies z.B. bei Blogs der Fall sein könnte, werden keine weiteren Signale zur Erfassung der Besucher-Aktivität gesendet. Für das Webtracking sieht es so aus, als ob der Besucher nur eine Seite aufgerufen hat und wieder verschwunden ist. Nach einer gewissen Zeit muss das Tracking-System annehmen, dass keine weitere Aktion mehr erfolgt, der Besuch also beendet ist.

Aus diesem Grund bieten die modernen Webtracking-Lösungen wie PIWIK eine einfache Methode an, um die Erfassung der Verweildauer genauer zu machen: die sogenannte heartbeat-Funktion. Diese sendet wie ein Herzschlag in regelmäßigen Abständen ein Signal an den Tracking-Server, das nichts anderes sagt, als „der Besucher hat die Seite noch offen". ...und liest daher ziemlich wahrscheinlich noch, auch wenn man davon gerade nichts mitbekommt. Sie lässt sich mit einer Code-Zeile ohne weitere Konfiguration zusammen mit dem eigentlichen Tracking-Code einfach in die Webseite integrieren. Der „Herzschlag" ist etwas langsamer als beim Menschen und schlägt 4 Mal in der Minute, wodurch das zweite Intervall 10-30s schon unmittelbar besser erfasst wird und die Aussagekraft der Auswertung steigt. Die heartbeat-Funktion ist dabei so angelegt, dass sie erkennt, ob der Besucher den Inhalt der Seite tatsächlich auch sichtbar hat oder ob die Seite vielleicht noch in einem nicht aktiven Browser-Tab im Hintergrund auf den eigentlichen Lesevorgang wartet.

Die Einführung der heartbeat-Funktion verbessert also die Aussagekraft der Verweildauer und mindert die Gefahr einer Fehlinterpretation - die möglicherweise durch blinde Optimierung von Seiten die Sache eher verschlechtern würde. Andererseits ist die heartbeat-Funktion aber auch kein Allheil-Mittel, sondern nur ein weiterer Indikator. Belegen die Daten der Verweildauer nach der Aktivierung der heartbeat-Funktion, dass nach wie vor nur ein kleiner Teil der Besucher für längere Zeit auf der Webseite verweilen, sollte eine Prüfung von Inhalten, Struktur und Usability in Betracht gezogen werden. Auf Internetpräsenzen, die bereits eine ausgewogene Verteilung der Verweildauer aufweisen, wird die heartbeat-Funktion zwar ebenfalls eine Verbesserung der Datenqualität bewirken, aber keinen signifikanten Einfluss auf die Verteilung zeigen. Gleichwohl kann sie gefahrlos aktiviert werden.

Die Verweildauer kann sehr plakativ die Wirksamkeit einer Homepage darstellen. Doch darf man diese Metrik, wie auch die anderen verfügbaren Tracking-Informationen, nicht für sich allein betrachten, sondern muss diese sowie interne wie externe Maßnahmen miteinander verknüpfen, um aussagekräftige und korrekte Schlussfolgerungen ziehen zu können. Mit dem Einsatz von PIWIK steht unseren Kunden eine kostengünstige und dennoch leistungsfähige Webtracking-Lösung mit vielen Funktionen und Auswertungsmöglichkeiten zur Verfügung, die auch die heartbeat-Funktion unterstützt. Die Interpretation der Daten sowie die Ableitung entsprechender Maßnahmen nehmen wir gerne für und mit unseren Kunden vor.